Kennzahlen

POAS und MER: Die zwei Zahlen hinter deinem ROAS

POAS und MER: Die zwei Zahlen hinter deinem ROAS

Der ROAS ist die bekannteste Zahl im Werbekonto. Zwei andere sagen dir mehr darüber, ob dein Shop Geld verdient.

Der POAS rechnet mit Gewinn statt Umsatz

POAS = Rohertrag ÷ Werbekosten

Statt Umsatz zählt hier, was nach den Warenkosten übrig bleibt. Ein POAS über 1 heißt: Die Werbung hat sich nach Warenkosten bezahlt gemacht. Versand, Gebühren und Retouren kommen noch dazu. Unter 1 kostet dich jeder Verkauf Geld.

Zwei Produkte mit gleichem ROAS, aber unterschiedlicher Marge sehen im POAS sofort unterschiedlich aus, und genau diese Information braucht die Gebotsstrategie, um Budget richtig zu verteilen. Voraussetzung: Deine Einkaufspreise kommen sauber im Tracking an.

Der MER schaut auf den ganzen Shop

MER = Gesamtumsatz ÷ gesamte Werbeausgaben

Der MER (Marketing Efficiency Ratio) fragt nicht, welche Plattform welchen Kauf für sich beansprucht. Er nimmt den Umsatz aus deinem Shop und teilt ihn durch alles, was du für Werbung ausgibst.

Das ist wichtig, weil Google und Meta sich gern denselben Kauf zuschreiben. Addierst du den Umsatz, den beide Konten melden, landest du schnell bei mehr Umsatz, als dein Shop gemacht hat.

Steigt dein Budget und der MER bleibt stabil, wächst du gesund. Fällt der MER, kaufst du Umsatz teurer ein, egal was die Plattformen melden.

Welche Zahl wofür?

  • ROAS für einzelne Kampagnen im Tagesgeschäft
  • POAS für Produkt- und Budgetentscheidungen
  • MER jede Woche als Kontrolle für den ganzen Shop

Häufige Fragen

Wie berechne ich den POAS?

Rohertrag (Umsatz minus Warenkosten) geteilt durch Werbekosten. Für einen genauen Wert kannst du auch Versand und Zahlungsgebühren abziehen.

Was ist ein guter MER?

Das hängt wie beim ROAS von deiner Marge ab. Wichtiger als der absolute Wert ist die Entwicklung: Bleibt der MER bei steigendem Budget stabil, skaliert dein Shop gesund.